Follow by Email

Donnerstag, 9. Februar 2017

Karl-Heinz Hoffmann



Am 2. Februar 2015 schrieb ich das "Essay zum Oktoberfest-Attentat 1980", auch als eine Art "Lanzenbruch" für den zu Unrecht beschuldigten Karl-Heinz Hoffmann, der mit jenem Attentat wirklich nichts am Hut hatte - genau so wenig wie mit der Ermordung des Erlanger Verlegers Shlomo Lewin samt Gefährtin, im Jahre 1980.

 

Im Mai 2015 lernte ich den berühmt-berüchtigten Karl-Heinz Hoffmann höchstpersönlich kennen; als einen agilen, versöhnend klingenden, zumal philosophisch anmutenden Mann in reifem Alter (damals 78), der sich selber lustig zu machen wusste über seine einstmalige "Wehrsportgruppe Hoffmann", deren "Wilden Kerlen" er in den 70-ern eine Spielwiese bot: sie im Gelände umhertoben ließ, mit verschweißten Gewehren, a lá Cowboy und Indianer. "Dampf ablassen, damit sie nicht anderswo Dummes anstellen", nannte er das posthum.

 

Bestens überwacht vom Verfassungsschutz und BND, kann nach 50 Jahren intensiver Beobachtung, dort wohl jeder behaupten, dass von diesem Manne nie eine Gefahr für die BRD und deren Grundgesetz ausgegangen ist. Im Gegenteil, durch seinen einzeln angewandten "Drill" hat er so manchem "Rekruten"die Flausen aus dem Kopf getrieben. Mitunter beschlich mich sogar das Gefühl, er fingierte damals in den 70-ern gezielt als Magnet, auf dass man die "Braunen" gesammelt besser unter die Lupe nehmen könne.

 

Was ich sagen will: Nachdem wir heuer erleben was fanatische Islamisten in Europa und selbst im Deutschland des Jahres 2016 anrichten, sollte man endlich das Fadenkreuz von Karl-Heinz Hoffmann nehmen und es fokussieren auf die tatsächlichen Täter von Olympia 1972,  Oktoberfest 1980, Shlomo Lewin in Erlangen oder am Bahnhof von Bologna: Die verblendeten Hass-Islamisten der Hamas, Taliban, Al-Quaida, IS - egal welcher Sündenbock wo, was, wann "gesungen" hat; mit den Fingern in den Schraubzwingen.  

 

Essay zum Oktoberfest-Attentat 1980 (02.02. 2015)

Du wirst nicht einmal in 1000 Jahren, weit und breit im Universum, einen Rechten, Ultrarechten oder sogar Rechtsextremisten finden, der jemals eine Bombe hochgehen lassen würde auf dem urigsten Fest seines eigenen Volkes. So auch nicht auf dem Oktoberfest der Bajuwaren in Minga 1980. Nicht einmal auf der Kärwa von Kackinwald.

Diejenigen die damals vor 35 Jahren dieses Fiasko einfädelten, hatten eher noch ein Hähnchen zu rupfen gehabt; vielleicht mit jenem Olympia-München1972, wo ebenfalls im Monat September, trotz viel vergossenen Blutes, letztendlich zynisch "the games must go on!", ausgerufen wurde.

So bringe man lediglich einen, vorher gründlich Ausgesuchten, dazu, auf's Oktoberfest zu gehen, und lasse ihn jene verdammte, weiße Tüte aus dem Müllkübel holen? Kaaaabuuuum!!! Dann lege man listig alle falschen Fährten dahin wo man sie haben will und schicke die Journalisten in den Märchenwald.
Drei Fliegen mit einem Schlag erledigt: Vergeltung, die Deutschen wieder mal als Nazischweine dahingestellt und endlich einen triftigen Grund zur intensiveren Überwachung der barbarischen Germanen geschaffen. Bravo!

Was ich meine, ist: Kein Patriot pisst auf die Flagge seines eigenen Volkes - nicht einmal im dumpfsten Suff! Nirgendwo auf der ganzen Welt nicht! Nur seine Feinde tun das - und zwar immer und immer wieder, direkt oder indirekt.

So zumindest sehe ich das heute, als aufgewachter Linker mit schlafendem Herzen auf dem rechten Fleck.